Geleakte Google-Guidelines geben Einblick ins Website-Rating

Vor einigen Tagen sind im Netz geleakte „Page Quality Rating Guidelines“ für Qualitätsprüfer aufgetaucht. Das Dokument bietet einen guten Einblick darin, wie Google mit Qualitätskriterien umgeht. Nach einem kurzen Studium der neuen Informationen, die durch das Handbuch für Qualitätsprüfer bekannt geworden sind, präsentieren wir euch jetzt, was nach den geleakten Richtlinien neu ist.

Quality Rater unterstützen Google bei der Bewertung von Webseiten und sind Teil der Qualitätskontrolle für die SERPS. Vor einigen Tagen ist im Web ein neues Google-Handbuch für Quality Rater aufgetaucht. Screenshots des Dokumentes hat das bekannte englischsprachige SEO-Magazin searchengineland.com veröffentlicht. Mit etwas Glück ist das Dokument mit der Suchanfrage „Page Quality Rating Guidelines Google 2012“ noch im Netz zu finden. Aus juristischen Gründen sehen wir von einer Veröffentlichung des Dokuments oder des Links ab.

Es handelt sich bei den Richtlinien um ein Dokument, das mit der Versionsnummer 3.27 versehen ist und das Datum vom 22. Juni 2012 trägt. Die Guidelines umfassen 161 Seiten und sind voll mit Ratingvorgaben und Regeln für die Qualitätsprüfer.

Kriterien für guten Content

Aufschlussreich und neu gegenüber früheren Versionen des Handbuchs für Google Quality-Rater sind die Informationen zur Identifizierung von gutem Content. Die Richtlinien für “High or Highest Quality Main Content” bestätigen direkt oder indirekt von vielen Experten vermutete Qualitätskriterien wie diese:

  • Der Verfasser sollte über eine hohe fachliche Expertise verfügen
  • Hauptinhalte sind beim Seitenaufruf leicht und ohne Umwege auffindbar
  • Der Inhalt ist für den Leser hilfreich
  • Der Inhalt ist auf einem professionellen Niveau verfasst
  • Die Webseiten haben Backlinks von Trustseiten wie renommierten Zeitungen und Magazinen, staatlichen Seiten oder auch beliebten und vertrauenswürdigen E-Commerce-Webseiten
  • Sauberes Linkbuilding (Linkpyramide) und Google Trust

Als Praxis-Beispiele nennt das Dokument:

  • Gesundheitswebseiten, die zum Beispiel von Ärzten oder Krankenhäusern gepflegt werden
  • Webseiten über Hobbythemen, die von vielen engagierten und (hobby-) erfahrenen Menschen gepflegt werden.

Zudem punkten nach dem Willen der Verfasser der Guidelines die Webseiten, die Informationen regelmäßig auf den aktuellen Stand bringen.

Für eine hohe, beziehungsweise die höchste, Einstufung von Social Network Profilen führen die Richtlinien Kriterien wie regelmäßige Postings, guten Vernetzungsgrad, Kommentare von anderen Nutzern und Links zu guten und gefragten Inhalten an.

Dies sollten gute Webseiten vermeiden:

Schlecht kommen Content-Farmen und Content-Kopierer weg. Kopierte Inhalte und viele Worte ohne Inhalt wirken sich negativ auf das Rating der Webseiten aus, ebenso wie fehlerhafte Informationen und eine hohe Dichte an Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Content-Diebe und Content-Umschreiber erhalten also schnell die rote Karte von Google.

Das ist neu beim Ranking:

Das wichtigste Signal des Textes ist die Reputation des Autors. Ohne eine entsprechende Expertise des Autors scheint es aktuell schwer zu werden von Google als “High or Highest Quality Main Content”-Website eingestuft zu werden. Das dürfte auch den Push guter Social-Network-Profile nach den letzten Algorithmus-Updates erklären und macht ein Autorenprofil bei vielen Webseiten zur empfehlenswerten SEO-Maßnahme.

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