Wie viel kostet der Online-Vertrieb?

Das Internet ist auch heute für viele noch der Inbegriff für „billig“ oder gar „kostenlos“. Für Händler ist das Web ein lukrativer und kostengünstiger Channel. Umsonst ist der Vertrieb im Internet allerdings nicht. Einen Überblick über Online Shops und die Kosten des Online-Vertriebs lesen Sie in diesem Artikel.

Open-Source, Kauf- oder Miet-Shop? So wählen Händler

Auf Open Source Lösungen setzen laut dem Whitepaper „Kostenstrukturen im Online-Handel“ von ECC Handel und Xsite aus dem September 2012 mehr als 1/3 der Shopbetreiber. 23,5 Prozent setzen auf ein Kauf-System und 15,4 Prozent auf einen Miet-Shop. Der Rest der Nutzer verteilt sich auf Eigenentwicklungen, Individuallösungen und Saas bzw. On-Demand-Angebote für den E-Commerce.

Das ist bei der Softwarewahl wichtig

Die Open Source Lösungen decken meist die wichtigen Anforderungen ab, die auch das ECC-Papier ermittelt hat. Shopbetreiber entscheiden sich überwiegend aufgrund von Funktionalität, Anpassbarkeit und Erweiterungsfähigkeit, Preis und professionellem Leistungsumfang für eine Online-Shop Lösung. Open Source Lösungen erfüllen oft diese Anforderungen, wie zum Beispiel Magento gut zeigen kann.

Erste Wahl ist nicht immer perfekt

Wechsel der Shop-Lösung sind nicht selten. Knapp unter 47 Prozent der Befragten hat das Shopsystem schon einmal gewechselt. Dabei haben knapp über 60 Prozent der Wechsler einmal migriert. Zwei Wechsel haben 22,4 Prozent hinter sich. Drei oder mehr Umzüge gab der Rest der Befragten an, die sich zu dieser Frage geäußert haben. Ursachen für viele Wechsel sind sicherlich neben ändernden Anforderungen an den Online Shop auch fehlende Fachkenntnisse oder schlechte Beratung. Hier können Online-Shop-Betreiber sicherlich durch E-Commerce-Profis Migrationskosten, Rankingrisiken und Nerven sparen.

Plankosten und Kostenrisiken

Im Allgemein kalkulieren laut dem ECC-Whitepaper rund 30 Prozent der Unternehmen mit einmaligen Plankosten unter 1000 Euro für ein Online-Shop-System. Knapp 25 Prozent planen, einmalig 1000 bis 4999 Euro bis zur Einführung einer neuen Lösung auszugeben. Das Budget sieht bei 11 Prozent 5000 Euro bis 9999 Euro vor und rund 30 Prozent sind sogar bereit, 10000 Euro oder mehr zu investieren. In der Praxis sorgt insbesondere die Systemintegration (zum Beispiel in CRM oder ERP) für höhere Kosten als geplant. Ebenso sind fehlendes Know-how, erhöhter Personalaufwand und Probleme mit dem Dienstleister Ursachen für ungeplante Kosten.

Kostentreiber bei den laufenden Kosten

Mehr als 50 Prozent der Händler geben laut dem Whitepaper für die laufenden Kosten inklusive Content und Marketing weniger als 1000 Euro pro Monat aus. Social Media Marketing, Printwerbung und E-Mailwerbung verursachen meist verhältnismäßig wenig Kosten. Auch die Suchmaschinenoptimierung kann als einer der schwachen Kostentreiber angesehen werden. Insbesondere die Suchmaschinenwerbung schlägt bei vielen Unternehmen als Kostentreiber zu Buche. Conversion-fördernde Maßnahmen wie Gütesiegel oder auch die Zahlungsabwicklung sind meist ein schwächerer Kostentreiber als „sonstige Dienstleistungen“ wie Steuerberatung, Anwaltskosten und Buchhaltung.

Fazit:

Open Source Shops sind etabliert und konkurrenzfähig. Die einmaligen Kosten explodieren meist aufgrund von schlechter Planung und fehlendem Know-how. Personalaufwand und Systemintegration werden nicht richtig eingeschätzt. Auch fällt die Wahl oft nicht auf Anhieb auf das passende System. Eine professionelle Beratung und ein erfahrender Dienstleister sind für die erfolgreiche Einführung eines Online-Shops das A und O.

Die laufenden Kosten insbesondere für Suchmaschinenwerbung schlagen auf Dauer betrachtet oft stärker zu Buche als die Einführungskosten. Marketingkosten wie zum Beispiel die Adwords-Optimierung versprechen so mehr Sparpotenzial für Unternehmer und sollten bereits bei der Planung im Vordergrund stehen.

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